Ich habe mich aufgrund der immer mehr ins Gewicht fallenden Probleme, die man uns bei der Arbeit im Tierschutz und Tierrecht macht, dazu entschlossen hier einen Blog für interessierte LeserInnen zur Verfügung zu stellen.
Die Berichte hier starten mit September 2026. Es ist im Übrigen generell zu beobachten, dass europaweit mit Beginn des Jahres 2026 gegen gemeinnützige Organisationen jeder Art seitens der Ämter und Regierungen immer massiver vorgegangen wird und in offensichtlicher Art und Weise mit Hilfe der Medien eine negative Stimmung und Einschätzung der Tätigkeiten forciert wird. Dass eine engagierte Zivilgesellschaft mit der Obrigkeit Hand in Hand geht – das gab es ja nie und war und ist auch nicht zu erwarten, allzu viele Lobbies mit wirtschaftlich und auch gesellschaftlich gegenteiligen Interessen stehen am Spielfeld. Aber mittlerweile wird mit allen verfügbaren Mitteln die öffentliche Meinung negativ gesteuert und man schreckt auch nicht davor zurück, die Gemeinnützigkeit in den Dunstkreis der Kriminalität zu verorten.
Dies einleitend zu meinen Beweggründen für diesen Bereich. Ich bedanke mich vorab für Ihr Interesse!
Mit tierlieben Grüßen, Heinz Broucek
September 2026 – Kontrollen und Konsequenzen im Projekt “Tierheim in Sremska Mitrovica / Serbien”.
Oktober 2026 – Vorgänge bei der Bewilligung eines “Tierheimes” für den Verein in Österreich.
September 2026 – Kontrollen und Konsequenzen im Projekt “Tierheim in Sremska Mitrovica / Serbien”.
Der September wartete dieses Jahr mit einigen Überraschungen auf! Nachdem für Anfang September die jährliche Kontrolle durch das örtliche Veterinäramt angekündigt wurde und auch stattfand ….. setzte eine Phase mit den Behörden ein, die mein Team vor Ort und mich tagelang nicht zur Ruhe kommen ließ! Dabei war die örtliche Maßnahme wie jedes Jahr durchaus im Rahmen – aber vier Tage danach schlug eine 4-köpfige Mannschaft des Ministeriums in Belgrad bei uns auf und hielt uns 5 (in Worten “fünf”) Tage von früh bis spät auf Trab in unserem Shelter. Ich war persönlich nicht vor Ort, aber telefonisch stundenlang eingebunden. Da die Angelegenheiten auch einen internationalen Aspekt haben, möchte ich hier gerne einen groben Umriss der Vorgänge weitergeben – wir leben im Tierschutz davon, dass wir die Öffentlichkeit darüber informieren, wie die Behörden und ihre verbundenen Lobbies mit uns umgehen. Allerorts.
Also das Ministerium in Belgrad wurde aufgrund einer deutschen EU-Anfrage mit Einbeziehung von Interpol (!!!) aktiv. Inhalt dieser Aktion sind zwei kleine Tibet-Spaniels welche sich auf einer Pflegestelle in Süd-Deutschland befinden und bei uns als ehemalige Strassenhunde verpflegt und mit Impfungen und Papieren ausgestattet wurden. Wir haben im Vorjahr diese zwei Knutschkugeln nach sechs Monaten wieder im Land weitergegeben. Die Beiden wurden im Frühjahr 2026 in dem deutschen Tierheim kontrolliert, “unsere” Pässe und Papiere sowie der Zustand der Tiere wurde als ok bewertet … und ein halbes Jahr später gibt es plötzlich Aufklärungsbedarf wie im Kriminalfilm. Unser Shelter wurde quasi vorübergehend geschlossen – wir dürfen unsere Tiere versorgen aber keine Veränderungen vornehmen (keine Impfungen oder Papiere, keine Aufnahmen, keine Abgaben) – unserem Tierarzt wurde die Lizenz entzogen (hat er mittlerweile wieder neu erhalten gegen Zahlung von Gebühren) – und wir müssen unsere Registrierung gleichfalls erneuern. Zur Erinnerung – es geht um zwei kleine Tibet-Spaniels, ähnlich Pekinesen, die nun in Sicher- und Geborgenheit leben.
Leider sind von diesen Maßnahmen derzeit bereits wartende AdoptantInnen betroffen und auch die bestehenden Interessenten müssen mit längerer Wartezeit rechnen, da wir derzeit keine Maßnahmen einleiten und ausführen dürfen. Ich war nun letzte Woche sechs Tage vor Ort um alle nötigen Verfahren ins Laufen zu bekommen – zahlreiche Meetings mit Behörden und nun eingebundenem Anwalt – die Kosten sind zwar überschaubar, aber dennoch ein tiefer Schnitt ins Budget, mein Konto, das nun langsam zum schwer leidenden Patienten mutiert, macht auch Sorgen.
Ohne Gewähr – aber ich hoffe und plane dass wir Mitte Oktober wieder im normalen Betrieb laufen und unsere Tiere dann ausreisen können.
Oktober 2026 – Vorgänge bei der Bewilligung eines “Tierheimes” für den Verein in Österreich.
Vorausgeschickt – um aktiv Tiere zur Vermittlung anbieten zu dürfen, ist der Betrieb eines “Tierheimes” eine Voraussetzung. Die bis zum Vorjahr mögliche Einmietung in bestehende, genehmigte Betriebsstätten wurde unterbunden.
Die machte es nötig, dass ich für den Verein ein geeignetes Objekt suchen musste um dieses als Betriebsstätte für ein “Tierheim” anmelden zu können. Nach langer Suche war ich damit erfolgreich und konnte ein geeignetes Objekt günstig anmieten. Günstig bedeutet etwa 140,00 Euro monatliche Kosten seit Juni 2026 – Adaptierungsarbeiten und erste Aufwände von etwa 2.000,00 Euro.
Noch im Juni habe ich sodann beim zuständigen Veterinäramt in Wien um die Genehmigung der Betriebsstätte angesucht. Nach Wochen kam im August eine schriftliche Auforderung zur Nachreichung von weiter nötigen Daten und Beschreibungen – diesem Ersuchen bin ich unmittelbar nachgekommen.
Wiederum viele Wochen danach ereilte mich eines Nachmittags ein unangekündigter Anruf. Eine Dame des Veterinäramtes teilte mir mit, dass sie mich nun gerne im Beisein ihrer Vorgesetzten zu meinem Ansuchen detailliert am Telefon befragen möchte. Ich habe zwar meine Befremdung über diese Vorgangsweise deponiert aber dennoch dem Interview in dieser Form zugestimmt. Es entwickelte sich ein aus meiner Sicht launiges Gespräch, in dem mir neben einigen Fragen zu meinen Plänen was den Ablauf von Vermittlungen betrifft auch stetig von der schwierigen Situation in österreichischen Tierheimen berichtet wurde – was natürlich gegen die EInfuhr ausländischer Tiere spricht. Die Dame teilte mir auch ihre Sorge um das Wohlbefinden meiner betroffenen Hunde mit – was die Reise betrifft; was die Verstörung in der neuen Umgebung betrifft; was die Versorgung betrifft; was die Umstände betrifft, wenn die geplante Vermittlung und Adoption nicht klappen würde; was die Umstände betrifft, wenn das Tier nicht stubenrein sei; … und einiges mehr. Ich war nach dem 45-minütigen Gespräch, welches mit der Aussicht auf weitere Information beendet wurde, einigermaßen konsterniert – um es höflich auszudrücken.
Nach weiterer Wartezeit erhielt ich nun am 7.10.2026 schriftlich vorerst einen negativen Bescheid mit der Möglichkeit darauf eine Entgegnung einzureichen. Das habe ich natürlich unmittelbar mit einem umfangreichen Schreiben erledigt. Als Gründe wurden angeführt: Das Objekt wäre ungeeignet – das ohne Besichtigung und Termin vor Ort. Meine Pläne zur Versorgung und Haltung des Tieres wären nicht mit dem Wohl des Tieres vereinbar.
Ich weiss sehr wohl, wie ich auf diese Vorgehensweise gemässigt und weiter in Form eine Bittstellers reagieren musste und muss – aber in Wahrheit ist das reinste Schikane und ein gezieltes Attentat auf meine Bemühungen. Dem Tierschutz zu unterstellen, dass man nicht auf das Wohl eines Tieres achten würde, ist eine sonderlich anmaßende Vermutung bzw. Aussage.
Ich bin natürlich in diesem Projekt weiterhin mit vollem Einsatz aktiv – wie bereits seit nunmehr 4 Monaten!